An die Medien

 Pressebericht: „Tschernobyl-Gedenk-Konzerte“ lockten viele Jugendliche an

Von Fabian, geschrieben am 30.04.2003

Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzerte für Strom ohne Atom

Funkige Grooves zum Gedenken

Die „Tschernobyl-Gedenk-Konzerte“ in der Gysko lockten viele Jugendliche an

Die «Strom ohne Atom»-Konzerte in Pfäffikon (SZ) haben am Samstagabend rund 250 Jugendliche in die Gysko gelockt. Vier Bands widmeten ihren Auftritt dem Gedenken an die Tschernobyl-Katastrophe. Die Veranstaltung wurde von Jugendlichen aus Rapperswil-Jona und Wil auf die Beine gestellt, wobei sie das Gysko-Team unterstützte.

pd.- Flaky Pastay, so der Name der jungen Band, welche die «Strom ohne Atom»-Veranstaltung vom vergangenen Samstag in der Gysko in Pfäffikon (SZ) mit fetzigen Liedern startete. Die aus dem Raum Wil stammenden jungen Musiker vermochten mit eingängigen Melodien die bereits anwesenden Konzert-Besucher von Beginn weg aufzuwärmen. Draussen betrachteten noch viele, hauptsächlich junge, die an zwei Pinwänden aufgehängten Zeichnungen von Kindern aus der von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Region oder diskutierten miteinander. Im Innern der Gysko wurde gleichzeitig der Platz zum Tanzen oder Mitwippen ob den Songs von Flaky Pastay immer kleiner. Nachdem die Musiker mit einem heftigen Applaus belohnt wurden, übernahmen kurze Zeit später Blind Man’s Door das Zepter. Die vierköpfige Band aus dem Raum Rapperswil-Jona vermochte zwar nicht so viele aufmerksame Ohren wie ihre Vorgängergruppe auf sich zu ziehen, überzeugte jedoch vor allem mit witzigen Einlagen. Obwohl der von harten Gitarrenklängen und Schreien geprägte Blind Man’s Door-Sound nicht jedermanns Ding war, ging dennoch mächtig die Post ab. Nach rund 40 Minuten Spielzeit verabschiedeten sich die vier Musiker vom Publikum und wurden ebenfalls reichlich beklatscht.

Groove Perception räumten ab


Einige Applauseinlagen mehr konnten Groove Perception ernten. Ihre funkigen Songs kamen beim Publikum so gut an, dass dieses schon nach dem ersten Lied klatschte. Die neunköpfige, ebenfalls aus dem Raum Rapperswil-Jona stammende, Band überzeugte mit einem professionellen Bühnenauftritt – musikalisch, wie auch optisch. Sängerin Franziska Beeler und Frontgitarrist sowie Sänger Luke Kunz trugen mit ihren gefühlvollen Stimmen waren ein Teil des perfekt zusammenfliessenden Musik-Puzzles. Groove Perception wurden nach ihrem letzten Song dementsprechend mit Lob in Form von laut klatschenden Händen eingedeckt. Einige Jugendliche machten sich nach dem Auftritt der erfolgreich mit Funk und Jazz experimentierenden Band auf den Heimweg. Andere warteten noch auf den letzten Gig des Abends, Starch Addition. Die aus der Ostschweiz stammende Band vermochte mit ihren drei Bläsern hervorragend am Sound von Groove Perception anzuknüpfen. Das wurde vom Publikum geschätzt, denn manch einer konnte nach einer kurzen Pause weitertanzen. Starch Addition haben mit funkigen Sounds, angereichert mit Hip Hop-, R’n’B- und Latin-Elementen, schon manche Bühne gerockt und einen dementsprechenden Auftritt geboten, welcher ebenfalls immer wieder heftig und am Ende lautstark beklatscht wurde.
Rund 250 hauptsächlich junge Personen haben die Tschernobyl-Gedenk-Konzerte in der Gysko gesehen. Die meisten von ihnen werden am 18. Mai ein „Ja“ in die Urne werfen.

100 Prozent Ökostrom


Die Jugendlichen aus dem Raum Rapperswil-Jona und Wil, welche den Anlass zusammen mit dem Gysko-Team gut über die Bühne brachten, werteten die Veranstalung als sehr gelungen. Gelungen war ihnen auch die Dekoration in der Gysko, da der Videofilm, welcher auf einer Leinwand das Leiden der Bevölkerung in der Ukraine sowie die Alternativen zum Atom-Strom aufzeigte, sowie die restlichen Aktionen auf Interesse stiessen. Und obwohl es anfänglich Schwierigkeiten mit dem Bezug von Ökostrom gab, konnte der Konzertabend letztendlich dennoch mit 100 Prozent Öko-Strom durchgeführt werden.

(Text: Dominic Duss)


 Medienmitteilung: Tschernobyl-Gedenkonzerte

Von Fabian, geschrieben am 16.04.2003

Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzerte für Strom ohne Atom

An die Medien der Kantone
St. Gallen und Schwyz

Goldingen, den 16.4.2003


Tschernobyl-Gedenkonzerte – Für eine Zukunft mit Strom ohne Atom


Sehr geehrte Damen und Herren

Am 26. April um 01:23 jährt sich das Unglück von Tschernobyl zum 17. mal. Damit dieses Ereignis nicht in Vergessenheit gerät, organisieren einige regionale Komitees des Vereins Strom ohne Atom Gedenkkonzerte an verschiedenen Orten in der Schweiz.
Auch im Kanton St. Gallen und Schwyz stehen in der Woche vom 18. April bis 26. April an zwei Abenden in zwei verschiedenen Orten mehrere junge Künstler auf der Bühne, um einerseits der schrecklichen Katastrophe zu gedenken und andererseits aber auch um den Besuchern zu zeigen, dass wir die (Energie-)Zukunft selbst in der Hand haben. Denn mit 2 X Ja am 18 Mai kann das Eintreffen einer solchen Situation wie in Tschernobyl in der Schweiz endgültig vermieden werden.

Bitte nehmen Sie die Daten (siehe unten) in Ihrem Veranstaltungskalender auf.
Gerne würden wir Sie an einem oder mehreren Konzerten begrüssen. Die Daten der Konzerte im Kanton St. Gallen/Schwyz sind:

Freitag, 25. April 2003 ab 19.30 Uhr
Remise, Wil
Vivian, Frantic, Mjöng Ju Silk, anschliessend DJ

Samstag, 26. April 2003 ab 19.30 Uhr
Gysko, Pfäffikon (SZ)
Starch Addition, Groove Perception, Blind Man’s Door, Flaky Pastry, anschliessend DJ


Die restlichen Daten und Orte sind:
25. April 2003 in Winterthur
26. April 2003 in Basel
26. April 2003 in Wetzikon


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigelegten Pressetext oder nehmen Kontakt mit mir unter der Natel-Nummer 078 805 65 62 auf. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wären froh, wenn Sie uns bis am Mittwoch, 23. April, mitteilen könnten, ob Sie einen Vertreter Ihres Mediums an den Anlass schicken. Ansonsten werde ich Sie mit einem Bericht über die einzelnen Anlässe eindecken.

Mit freundlichen Grüssen

Dominic Duss
Presseverantwortlicher Regionalgruppe St. Gallen-Schwyz


Unüberhorbarer Sound gegen das Vergessen von Tschernobyl oder
Musik für und mit 100% Öko-Power


Vor 17 Jahren explodierte der Reaktor „Wladimir Illjitsch Lenin“ in Tschernobyl. Die Folgen vom 26. April 1986 sind noch heute zu sehen. In der Schweiz engagieren sich diverse Jugendliche, damit Tschernobyl nicht in Vergessenheit gerät. Mit hundert Prozent Öko-Power werden auch Konzerte in Wil und Pfäffikon (SZ) durchgeführt. Junge Musikschaffende spielen Songs, um sich unter anderem „Für eine Zukunft mit Strom ohne Atom“ stark zu machen.

Meist Gedenken die Hinterbliebenen den Opfern in Tschernobyl still und bedächtlich. Am 17. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe ist dies aber anders. Junge Musiker sorgen mit ihrem Engagement in der ganzen Schweiz lautstark dafür, dass das Geschehene nicht in Vergessenheit gerät. Sie unterstützen unter anderem den Verein „Strom ohne Atom“ und nutzen die Abende vom 25. und 26. April um für den Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie zu werben.

Die Zukunft in der Hand

Jugendliche aus dem Kanton St.Gallen haben zwei Gedenk-Konzerte in Pfäffikon (SZ) und Wil organisiert. Diverse regional und national bekannte Bands unterstützen das Projekt und spielen auf der Bühne in der Gysko und Remise. Nach den Konzerten sorgen DJs für musikalische Unterhaltung. Obwohl es sich in Pfäffikon (SZ) anfänglich schwer gestaltete Öko-Strom aufzutreiben, hat es das junge Team dank Unterstützung von Rätia Energie in Klosters (GR) dennoch geschafft für den Anlass Öko-Power zu organisieren. Das EW Höfe hatte sich geweigert Öko-Strom zu liefern, weil sie die Initative „Strom ohne Atom“ nicht unterstützen. In Wil war es für das Team kein Problem Öko-Strom zu bestellen. Die Konzerte beginnen an beiden Orten um 19.30 Uhr – es treten jeweils mindestens drei Bands auf.
Den Initatoren der verschiedenen Gedenkfestivals als auch den auftretenden Bands ist klar, dass es jeder einzelne Stimmbürger selber in der Hand hat, die Möglichkeit eines solchen Horrorszenarios, zumindest in der Schweiz, in Zukunft zu verhindern. Über die Initiative „Strom ohne Atom“ wird am 18. Mai abgestimmt. Unterstützt werden das junge Organisations-Team aus dem Kanton St. Gallen unter anderem durch den WWF und Greenpeace.

Das Unglück ...und kein Ende in Sicht?!

$Am 26. April 1986, um 1:23, rissen zwei gewaltige Explosionen den Reaktor des Kernkraftwerkes von Tschernobyl auseinander. Der radioaktive Inhalt wurde ins Freie geschleudert. Dabei wurde ein Drittel von Weissrussland sowie Teile der Ukraine – eine Fläche so gross wie die Schweiz – stark verseucht und nach einiger Zeit erreichte die radioaktive Wolke auch die Schweiz. Die Zahl der Opfer wurde auf 10'000 bis 250'000 geschätzt, noch heute leiden Menschen an den Folgen des Unglücks. Und schliesslich erreichte die Tschernobyl-Giftwolke auch die Schweiz. Sogar heute noch sind die Auswirkungen des freigesetzten radioaktiven Materials in der Schweiz merkbar: immer noch wird vor dem Konsum von bestimmten Tieren und Pflanzen gewarnt (Echo der Zeit auf DRS 1 vom 16.12.2002).


 Von den Medien