Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Die 5. IVG-Revision zielt an den Betroffenen vorbei
Von Emanuel, geschrieben am 06.11.2006
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzert: Nein zur 5. IVG-Revision
Die 5. IVG-Revision verursacht viel mehr Kosten als sie einspart. Denn statt Arbeitsplätze für Behinderte entstehen Luxus-Arbeitsplätze für ein Beamtenheer, das die Behinderten "arbeitsfähig machen" soll. Nirgends wird gesagt, wie diese Massnahmen funktionieren sollen. So kann keine echte Integration stattfinden. Dazu wird das 400 Millionen-Experiment das IV-Defizit noch weiter in die Höhe treiben.
Die Behinderten, die dieses Referendum initiiert haben, fordern eine klare Integrationspolitik des Bundes, zu der alle Teile der Gesellschaft nach ihren Möglichkeiten beitragen. Aussonderung und Behinderung entstehen überall dort, wo Normen, Erwartungen und Vorkehrungen nicht den real lebenden Menschen entsprechen. Nur eine konsequente Integrationspolitik kann die galoppierende Invalidisierung - immer gleichbedeutend mit Ausgrenzung von Menschen - umkehren und die Kostenexplosion in den Sozialversicherungen stoppen.
Da die neuen Massnahmen darüber hinaus auch die Bundesverfassung und Menschenrechte missachten, und v. a. weil dieses Referendum von den direkt Betroffenen initiiert worden ist, wird es auch von politakt unterstützt.
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Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
