Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Politakt bekennt Farbe
Von Fabian, geschrieben am 18.04.2006
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzert: Stadtratswahlen Rapperswil-Jona
Am 21. Mai 2006 wählen die Bürgerinnen und Bürger der neu fusionierten Stadt Rapperswil-Jona die Mitglieder des neuen Stadtrates. Wir von politakt freuen uns darüber, dass nun doch ein echter Wahlkampf zu Stande kommt und engagieren uns mit einem Konzert für die links-grünen Kandidaten.
Obwohl die ehemals 14 Stadtratssitze der Stadt Rapperswil und der Gemeinde Jona auf neu sieben reduziert wurden, sah es noch vor wenigen Monaten nicht nach einem Wahlkampf aus: Sieben der aktuellen Exekutivmitglieder von Rapperswil und Jona stellten sich nicht mehr zur Wahl und eine Absprache der Parteien wäre daher nahe gelegen. Doch dann kam es ganz anders: Die SP-Frau Marianne Aguilera gab ihre Kandidatur für das Schulratspräsidium bekannt, für welches bis anhin der FDP-ler Thomas Rüegg als gesetzt galt und löste damit unter den Bürgerlichen eine Welle der Entrüstung aus. Eine Antwort liess dann auch nicht lange auf sich warten und die Bürgerlichen reagierten prompt mit der Bildung einer rein bürgerlichen Liste. Bemerkenswert dabei ist, dass dieser rechte Schulterschluss den SVP-ler Raphael Weber miteinschliesst. Die SVP ist heute weder in Jona noch in Rapperswil Mitglied der Exekutive und es ist offensichtlich, dass die FDP und CVP die Gelegenheit nutzen möchten, die SVP in den Stadtrat von Rapperswil-Jona zu schleusen. Dies obwohl Raphael Weber noch im Jahr 2004 bei den Stadtratswahlen in Rapperswil haushoch gegen die UGS-Kandidatin Rahel Würmli verloren hat.
Wir von politakt wollen diesen Rechtsrutsch nicht kampflos hinnehmen und engagieren uns mit einem Konzert am 30. April 2006 im Bären Rapperswil für die Kandidatinnen Rahel Würmli (UGS) und Marianne Aguilera (SP) und die Kandidaten Hans Länzlinger (SP) und Martin Bucher (parteilos).
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Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
