Portrait von Emanuel Tschopp Bookmark and Share

(K)ein Platz für Kultur?

Von Emanuel, geschrieben am 23.06.2006

So, lieber Pilgerverein. Da hast du dich also gerade gegründet. Mit dem Ziel, in Rapperswil eine Pilgerraststätte aufzubauen. Oder besser gesagt umzubauen. Ein Haus umzubauen, dass dir noch gar nicht gehört. Ein Haus umzubauen, dessen Zimmer schon Jahre von ambitionierten Musikern aus der Region als Proberäume genutzt werden. Wie manche Band ist hier entstanden und wieder untergegangen, wieviel Herzblut für ein bisschen Lokalkultur geflossen!
Nebenbei: Mit wievielen Gästen rechnest du? Hast du dich (oder die Brüder des Klösterlis) schon mal gefragt, wieviele Pilger jährlich an der Klostertür anklopfen mit der Bitte für ein Nachtlager? So viele sind das nicht. Die vorhandenen Betten im Kloster sind unter dem Jahr vorwiegend leer.
Apropos leer: habe ich das richtig verstanden, dass die Herberge, die du, mein lieber Pilgerverein, errichten willst, während den Wintermonaten geschlossen sein soll? Zu? Ungenutzt?
Und für diese paar Nächte über den Sommer willst du jungen talentierten Musikern die Möglichkeit nehmen, ihre Passion auszuüben?

Wir von politakt würden es sehr begrüssen, wenn du, lieber Pilgerverein, mit den Musikern zusammenspannen und mit ihnen nach einer Lösung suchen würdest. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn für diese paar Pilger eines der wichtigsten Bandlokale in der ganzen Region verloren gehen würde.

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