Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Ist das noch human?
Von Fabian, geschrieben am 28.08.2006
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzert: Rock Down Asylgesetz
Am 24. September stimmt die Schweiz über das neue Asyl- und das neue Ausländergesetz ab. Die Annahme dieser Vorlagen würde dazu führen, dass Asylbewerber bloss noch 48 Stunden Zeit bekämen sich auszuweisen. Dabei haben doch gerade die echten Flüchtlinge meist keine Möglichkeit, vor ihrer Flucht Papiere zu besorgen. Sollten ausgewiesene Flüchtlinge dann nicht bereit sein weiterzuziehen, würde ihnen jegliche Sozialhilfe abgesprochen und sie könnten bis zu 18 Monate in Beugehaft gesetzt werden. Eine Massnahme, die wir in dieser Form zuletzt im Mittelalter kannten! Und dabei ist die Zahl der Asylgesuche im ersten Halbjahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 40% gesunken. Die Zahl der Asylsuchenden macht in der Schweiz übrigens ein Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Und da proklamieren die Befürworter der neuen Gesetze, das Boot sei voll und die humanitäre Tradition bleibe uns mit den neuen Gesetzen erhalten.
Wir von politakt sind klare Gegner des neuen Asyl- und des neuen Ausländergesetzes. Um möglichst viele Jugendliche über die Abstimmungsvorlagen zu informieren, organisieren wir am 9. September 2006 in der Remise Wil ein Konzert. Zusammen mit der Band Plenty Enuff, die auf dem Rock Down Sampler mitspielt – eine CD-Produktion von 38 politisch engagierten Bands – und den zwei regional bekannten Bands Drops und Flaky Pastry, machen wir gegen die beiden Gesetze mobil und fordern dazu auf, am 24. September «Zwei Mal Nein» in die Urne zu legen.
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Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
