Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
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Klimafestival 2007 ein Erfolg
Von Fabian, geschrieben am 02.11.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
Zwischen dem 27. Juni und dem 13. Oktober 2007 fanden in Chur, Liestal, St.Gallen, Rapperswil-Jona, Bern, Uster, Wetzikon und Zürich insgesamt elf Aktionen im Zeichen des Klimafestivals statt. Mit Konzerten, Poetry-Slam und Strassenaktionen wurden mehr als 3'000 Personen direkt an den Anlässen und viele weitere in über 30 Medienbeiträgen, in welchen über das Klimafestival berichtet wurde, angesprochen. An den Aktionen des Klimafestivals wurde Stimmung für eine echte Schweizer Klimapolitik gemacht. Das Ziel des Klimafestivals 2007 war es, für die Klimaveränderung zu sensibilisieren und darüber zu informieren, was wir selber dagegen unternehmen können. Es wurde gezeigt, dass bereits mit kleinem Aufwand im eigenen Umfeld dem Klima Sorge getragen werden kann und dazu aufgerufen, an den Wahlen am 21. Oktober nur klimafreundliche Politikerinnen und Politiker zu wählen.
Tatsächlich waren nicht nur die Aktionen des Klimafestivals grosse Erfolge: Die Schweizer Nationalratswahlen 2007 waren dank den starken Kampagnen der Umweltschutzorganisationen wenigstens teilweise zu Klimawahlen geworden. So wurde das Ziel insofern erreicht, als im neuen Parlament tatsächlich mehr Parlamentarierinnen und Parlamentarier sitzen, welche dem Ziel zustimmen, bis 2020 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 30% der Klimagasemissionen, welche in der Schweiz ausgestossen werden, zu reduzieren.
Es ist nun zu hoffen, dass der neugewählte Nationalrat rasch griffige Klimaschutzmassnahmen zu beschliessen vermag. Dabei wird es wohl nötig sein, den gewählten Nationalrätinnen und Nationalräten auf die Finger zu schauen und sie an ihr Klimaversprechen zu erinnern. Politakt diskutiert zurzeit, ob und wie eine Fortsetzung des Klimafestivals zur Erfüllung dieser Aufgabe beitragen könnte. Über das Resultat dieser Diskussionen werden wir voraussichtlich anfangs 2008 informieren. Auf alle Fälle wird sich politakt weiterhin mit vollem Einsatz und mit grossem Elan für eine nachhaltige Schweizer Klimapolitik und für effektive Klimaschutzmassnahmen einsetzen.
Hilf mit am Klimafestival!
Von Fabian, Livio, geschrieben am 24.07.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
Organisiere deinen Klimaevent! Wir von politakt unterstützen dich dabei einen gelungenen Anlass im Zeichen des Klimaschutzes zu verwirklichen. Ein Konzert, ein Poetry-Slam, eine Strassenaktion... am Klimafestival ist alles möglich. Hilf uns die Wahl im Herbst zur Klimawahl zu machen! ...damit unsere Zukunft nicht baden geht.
Das Klimafestival ist eine kulturelle Veranstaltungsreihe, die sich über den Sommer bis zu den eidgenössischen Wahlen am 21. Oktober 2007 über die Schweiz erstreckt. Die einzelnen Aktionen setzen sich aus Konzerten, Comedy-Abenden, Poetry Slams, Standaktionen, Strassentheatern und weiteren Formen zusammen. Mit dieser bunten Mischung sollen vor allem junge Schweizerinnen und Schweizer angesprochen werden. Sie werden kulturell aufgerufen, sich im Herbst an der Urne einzubringen und Nationalrats- und StänderatskandidatInnen zu wählen, die sich dazu verpflichten, sich in den Räten für einen echten Klimaschutz stark zu machen. Zudem werden sie dazu aufgefordert, in der eigenen Umgebung dem Klima Sorge zu tragen und den persönlichen Energieverbrauch zu reduzieren. Das Klimafestival unterstützt die politischen Ziele des Manifests der «Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik».
Für den Erfolg des Klimafestivals sind wir auf die Eigeninitiative von weiteren Einzelpersonen, Gruppierungen sowie von Künstlerinnen und Künstlern angewiesen. Trommle deine Freunde zusammen und stelle einen Event in deiner Region auf die Beine! Lass uns gemeinsam ein Zeichen für das Klima setzen! Zögere nicht, dich mit Fragen an uns zu wenden.
Sind die Behinderten dumm?
Von Emanuel, geschrieben am 09.06.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzert: Nein zur 5. IVG-Revision
Irgendwie ist es komisch. Da redet das Ja-Komitee die ganze Zeit davon, dass die 5. IV-Revision auch den Behinderten nütze. Warum haben sie dann keine einzige «Behindertenorganisation» in ihren Reihen? Warum ging dann das Referendum von einer Selbsthilfe-Organisation aus, die sich schon seit Jahren für gleiche Rechte für Behinderte einsetzt? Sind die Behinderten dumm? Begreifen sie nicht, worum es geht?
Eingliederung vor Rente, darum geht es doch bei dieser Revision, nicht wahr? Um die Früherfassung und Frühintervention? Oder? Nun ja, das wollen uns zumindest die Befürworter weismachen. Und eigentlich tönt das ja auch alles wunderbar: Mehr Wiedereingliederung gleich weniger Defizit für die IV gleich mehr Geld für Behinderte, die es wirklich brauchen. Sehr schön. Nur: Wiedereingliederung? Wo denn? Wo gibt es denn Arbeitsstellen für vermindert arbeitsfähige Menschen? Anstatt die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen (wie es übrigens viele andere europäische Länder bereits erfolgreich tun), werden mit der 5. IV-Revision Instrumente geschaffen, um Behinderte zu irgendwelchen Arbeiten zu zwingen. Das ist nicht nur nicht fair, sondern für psychisch Kranke auch gefährlich. Zwang kann solche Krankheiten schnell verschlimmern, und was als Eingliederung gedacht war, wird im Handumdrehen zur Ausgliederung.
Aber nicht nur das ist nicht durchdacht: Für die Eingliederung werden Dutzende Beamte eingestellt, 400 Millionen Franken jedes Jahr dafür ausgegeben, damit irgendwelche Leute für Behinderte Arbeitsplätze suchen, die es nicht gibt. Es droht die Abschiebung in geschützte Werkstätten. Und dieses «Geschützt» kann man auf zwei Arten verstehen: aus den Augen, aus dem Sinn.
400 Millionen Franken pro Jahr in den Sand gesetzt, weil man es verpasst hat, die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen. Und woher nehmen wir das Geld, wenn die IV doch so viele Schulden hat? Klar: von den Renten. Von den Renten, die heutzutage im Durchschnitt schon nur 1500 Franken pro Monat betragen. Wie soll man davon leben? Noch dazu mit erhöhten Ausgaben wegen der eigenen Behinderung? Da bleibt für viele nur noch der Gang zum Sozialamt.
Eingliederung vor Rente - gern! Weniger Missbrauch - unbedingt! Aber die 5. IV-Revision hilft da genau gar nichts.
Nur umgesetzte Massnahmen zählen
Von Fabian, geschrieben am 09.03.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
Es ist erst zwei Wochen her, als der Bundesrat Effizienzmassnahmen als eine der vier Säulen der Schweizer Energiepolitik festsetzte. Am Mittwoch, den 7. März 2007 hatte das Parlament die erste Möglichkeit, diese Strategie in die Tat umzusetzen und 16 Millionen Schweizerfranken in die Förderungen von Energieeffizienzmassnahmen zu investieren. Leider überrascht es nicht, dass diese Investition vom Ständerat abgelehnt wurde. So ist es doch das typische Bild in der Energie- und Klimapolitik. Wenn es darum geht, Massnahmen anzukündigen und Klimaschutz zu versprechen, sparen die Schweizer Politiker nicht mit grossen Worten. Wenn es jedoch um das Beschliessen und die Umsetzung von konkreten Massnahmen geht, hält die Mehrheit der Schweizer Parlamentarier ihr Wort nicht, wie der Ständerat erneut bewies. Erbärmlich, wenn man bedenkt, dass es sich lediglich um eine Summe von 16 Millionen Schweizerfranken handelte.
Es ist höchste Zeit, dass wir aufwachen und uns mit grossen Schritten in Richtung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung bewegen. Nächsten Herbst besteht die Chance ein Parlament zu wählen, welches diesem Anliegen mehr Rechnung trägt. Wir von politakt werden uns im Rahmen eines Klimafestivals mit zahlreichen Konzerten in der ganzen Schweiz für die Politiker engagieren, welche sich zu verbindlichen Klima- und Energiezielen verpflichten.
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
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