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Ein grosser Tag für die Schweizer Natur

Von Fabian, geschrieben am 01.12.2008

Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Party: Discotakt Vol. 1 für das Verbandsbeschwerderecht


Gestern Sonntag war ein wichtiger Tag für die Zukunft unseres Landes. So hatten Herr und Frau Schweizer ihre Stimme zu 5 nationalen Abstimmungsvorlagen abzugeben. Darunter war eine Vorlage, deren Tragweite für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen von besonders grosser Bedeutung war: die Initiative der Zürcher FDP, welche die Abschaffung der Verbandsbeschwerde zum Ziel hatte. Mit 66% Nein-Stimmen wurde die Vorlage bachab geschickt. Ein erfreuliches Resultat.

Seit 1966 ermöglicht es die Verbandsbeschwerde nationalen Umweltverbänden, Beschwerde gegen gesetzeswidrige Bauprojekte einzureichen. Mit diesem bewährten Raumplanungsintrument konnte die Schweizer Natur vor vielen grossen Bausünden bewahrt werden. Paradebeispiele dafür sind die Landschaft rund um den Aletschgletscher sowie die Reblandschaft Lavaux am Genfersee. Ohne das Verbandsbeschwerderecht würden diese Landschaften in der heutigen Form nicht mehr existieren und wären von der UNESCO wohl nicht zum Weltnatur- bzw. Weltkulturerbe erklärt worden.

Ein Votum für eine nachhaltige Entwicklung

Die klare Ablehnung der FDP-Initiative ist als ein Votum der Schweizer Bevölkerung für eine nachhaltige Entwicklung zu verstehen. Meiner Meinung nach ist es gut möglich, dass nicht zuletzt die Finanzkrise zu diesem klaren Resultat beigetragen hat: 66% der Stimmberechtigten stellen die Sicherung unserer Lebensgrundlagen klar vor ein kurzfristiges Gewinndenken. Die Finanzkrise hat deutlich gezeigt, wohin dieses kurzfristige Denken führt.

Das Resultat der Abstimmung über das Verbandsbeschwerderecht lässt mich im Hinblick auf die wichtigen Abstimmungen, welche in den nächsten Jahren auf uns zu kommen werden, hoffen: Wir werden uns entscheiden müssen, wie wir unsere Energieversorgung sichern wollen und es gilt das Zeitalter eines echten Klimaschutzes einzuläuten. Es heisst nun Weichen zu stellen, heraus aus der Sackgasse der Grosskraftwerke und der Atomenergie, hin zu einer dezentralen, in den Regionen verankerten Energieversorgung mit Sonnen- und Windenergie sowie Wasserkraft und Geothermie.

Zürich als Vorbild für die ganze Schweiz

Die Stadt Zürich hat dieses Wochenende in der Energiepolitik ein klares Zeichen gesetzt. Die Abstimmungsvorlage, welche eine nachhaltige Energiepolitik in der Verfassung verankert, wurde mit phänomenalen 76.6% überaus klar angenommen. Damit steigt Zürich aus der Atomenergie aus, will den Energieverbrauch um einen Drittel reduzieren und drei Viertel der Zürcher Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Chapeau! Ich hoffe – nein –, ich bin davon überzeugt, dass ähnliche Vorlagen schon bald in vielen weiteren Schweizer Städten und Kantonen zur Abstimmung anstehen werden. Und das ist auch nötig, denn das Klima wartet nicht auf die Politik. Es ist höchste Zeit, mit grossen Schritten auf eine nachhaltige Energieversorgung zuzugehen.

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Wie lange können wir noch warten?

Von Fabian, geschrieben am 24.01.2008

Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007


In der Schweiz wurden letztes Jahr mindestens 1.3% mehr Treibstoff verbraucht als im Jahr 2006. Diese jüngst von der Erdölvereinigung publizierten Zahlen zeigen uns einmal mehr auf eindrückliche Weise, wie weit wir nach wie vor von der Erfüllung der Ziele des Kyoto-Protokolls entfernt sind. So hat es sich die Schweiz doch im CO2-Gesetz zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen des Verkehrs bis 2010 um mindestens 8% zu reduzieren.

Wenn die Schweizer Bevölkerung weiterhin immer mehr Auto fährt und der durchschnittliche Treibstoffverbrauch unserer Gefährte ebenso zunimmt, werden wir uns weiterhin von diesen an sich noch sehr bescheidenen Klimaschutzzielen entfernen. Es ist höchste Zeit, dass in der Schweiz eine wirksame CO2-Abgabe auf Treibstoffe eingeführt wird. Denn mit einer solchen Lenkungsabgabe wird es uns gelingen, die inländischen Klimagasemissionen zu reduzieren und alternativen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen.

Je länger wir mit wirksamen Klimaschutzmassnahmen zuwarten, umso teurer wird uns dieser Umstieg zu stehen kommen. Denn es ist notwendig, die globalen Klimagasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 30% zu reduzieren. Diese Reduktionsmengen sind nach dem Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) nötig um zu verhindern, dass sich das globale Klima mehr als 2° C erwärmt und die Kosten der Klimaerwärmung somit ein für die Wirtschaft tragbares Ausmass nicht überschreiten.

Wir vom Verein politakt werden nicht locker lassen und uns dafür einsetzen, dass das Zeitalter des effektiven Klimaschutzes endlich eingeläutet wird.

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