Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Hilfe, meine Mutter ist auf Facebook!
Von Fabian, geschrieben am 15.02.2010
Was ich seit Wochen beobachte, scheint sich auch in Statistiken wiederzufinden: Die älteren Generationen erobern Facebook! Und das alles andere als zögerlich, scheint es mir. Seit Anfang dieses Jahres ist meine halbe Verwandtschaft auf Facebook registriert – und häufig online. Was das heisst? Naja, eigentlich ist dieser Umstand nicht weiter schlimm. Vielleicht abgesehen davon, dass ich neuerdings per Pinnwandeintrag zu Familienanlässen diktiert werde. Viel krasser find ich jedoch die Entwicklung als Ganzes: Mittlerweile sind 1.8 Millionen Schweizer auf Facebook. Das sind 40% der 14- bis 49-Jährigen und ganze 70% der 15- bis 30-Jährigen (Weltwoche, Nr. 4.10, S. 24ff.). Es kann davon ausgegangen werden, dass in Zukunft insbesondere der Anteil der über 30-Jährigen massiv zunimmt. Sind wir uns überhaupt bewusst, wohin dieser Trend führen wird?
Spätestens seit dem Online-Game „Second Life“ wird im Internet von vielen eine Parallelwelt ausgemacht. Doch von einer Parallelwelt kann immer weniger die Rede sein: Stand ich bis anhin online vor allem mit Menschen im Kontakt, welche ich im richtigen Leben selten sehe, scheint sich das wirkliche Leben mehr und mehr im Internet zu spiegeln. Beide Welten verwachsen zusehends und untrennbar.
Ich denke, es ist schwer sich auszumalen, wohin dieser Trend führen wird. Macht es in 20 Jahren noch einen Unterschied, ob wir auf dem Balkon Blumenpflanzen oder in Farmville auf Facebook ein Getreidefeld ansähen? Die Befriedigung wird jedenfalls immer ähnlicher. In Second Life löst man meistens Reaktionen bei Menschen aus, die irgendwo – vielleicht in Japan – zu Hause sind. Das Profil wird von fremden Menschen wahrgenommen und vielleicht ja auch bewundert. Auf Facebook erreicht man jedoch zunehmend Menschen aus dem richtigen Leben. Es kann also sehr gut sein, dass die liebe Nachbarin das grosse Getreidefeld im Farmville eher wahrnimmt als die Blumen auf dem Balkon. Und auf Facebook einen Kommentar abgibt, an Stelle der Bemerkung über das Balkongeländer. Zugegeben, der Vergleich ist etwas weit hergeholt. Aber genau in diese Richtung bewegen wir uns heute. Ob wir real oder online handeln – der Unterschied wird immer kleiner.
Links zum Thema:
- Lösche dein Profil, endgültig: Web 2.0 Suicide Machine
- Teile dein Schicksal: Selbsthilfegruppe auf Facebook
- Naja, wir sind natürlich auch drin: politakt auf Facebook
Der Musikclip zum Thema:
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Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
