Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Fair Trade – Der Ausgleich des globalen Ungleichgewichts?
Von Lucas, geschrieben am 06.02.2010
Es ist wohl unbestritten, dass die Globalisierung der Welt viele Vorteile gebracht hat - vorallem einen nie da gewesenen Wohlstand. Daneben entstanden aber auch Herausforderungen und Probleme. Eine dieser Herausforderungen (oder je nach Sichtweise Probleme) ist sicher die Migration, die es seit jeher gibt, die aber in den letzten Jahren zugenommen hat. Nun weshalb emigrieren denn Menschen? Es gibt einerseits natürlich die Kriegsflüchtlinge und die politisch Verfolgten, die ausgewandert sind, schlicht und einfach, um nicht umgebracht zu werden. Andererseits gibt es aber eine riesige Anzahl Menschen, die weggegangen sind, weil sie in ihrem Heimatland keine Perspektive haben, nicht wissen, ob und wie sie überleben sollen. Einige kommen auch mit der Hoffnung eines ganzen Dorfes auf den Schultern hierher. Ihr im Norden verdientes Geld möge der armen Gemeinde eine bessere Zukunft gewähren.
Nun, an dieser Situation ist unser Wohlstand nicht ganz unschuldig. Denn die Wirtschaftssysteme gewähren nicht allen Ländern die gleichen Chancen. Zudem haben wir reichen Länder uns durch das Plündern der Rohstoffe im Süden in den letzten Jahrhunderten einen uneinholbaren Vorteil verschafft.
Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Wir, die von dieser Entwicklung hauptsächlich profitiert haben, können aber versuchen, einerseits indem wir ganz einfach etwas von unserem Reichtum abgeben, oder durch unser Konsumverhalten diese ungerechte Situation zu verändern. Gerade im gerechten Handel „Fair Trade“ steckt meiner Meinung nach grosses Potenzial. Warum soll denn der Bauer, der meine Bananen anbaut und erntet nicht auch einen Lohn erhalten, mit dem er seine Familie ernähren kann?
Ich habe deshalb selber einmal einen Versuch gestartet, der aber, um es gleich vorweg zu nehmen, aufgrund meines fehlenden Geschäftssinns (und fehlender Zeit) wieder versandet ist. Während eines dreimonatigen Projektes in Marokko habe ich Schuhmacher kennen gelernt, die traditionelle Schuhe „Babouches“ herstellten. Im Anschluss an dieses Projekt habe ich hier in der Schweiz diese Schuhe zu guten Preisen verkauft und den Erlös (abzüglich Versandkosten etc.) zurückgeschickt. Das zusätzliche Geld konnten die Handwerker für Rohmaterialen brauchen (das sie sonst meistens „auf Pump“ beziehen mussten).
Ein erfolgreicheres Beispiel ist das meiner Kollegin Susanne Schmid. Sie war mit derselben Organisation wie ich, dem ASA-Programm, in einem Auslandprojekt aktiv, welches in ihrem Fall in Nepal statt fand. Dort kam sie in Kontakt mit der „Women’s Foundation“ (www.womenepal.org). Diese NGO klärt auf über Gewalt, sexuellen Missbrauch und Diskriminierung, die in Nepal an der Tagesordnung sind. Die Women’s Foundation führt in Kathmandu ein Frauenhaus mit integrierter Klinik, wo Frauen betreut, versorgt, unterstützt und auch ausgebildet werden, u.a. auch im Weben von Schals.
Diese Schals verkauft Susanne seit bald vier Jahren mit grossem Erfolg in der Schweiz. Der Erlös kommt vollständig der Frauenorganisation und ihren Weberinnen zugute. Womit diese dann ihre Familien ernähren können.
Als Fazit möchte ich jetzt nicht sagen, Fair Trade sei die Universallösung für alle globalen Probleme. Aber es ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den jede und jeder mit einem verantwortungsvollen Konsumverhalten selbst nehmen kann!
Übrigens: Die Schals können direkt bei Susanne Schmid (susanne1977@bluewin.ch) oder im Sämpa-Laden an der Bruderholzstrasse 45 in 4053 Basel bezogen werden.

Videos zum Projekt:
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Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
