Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Pressebericht: „Tschernobyl-Gedenk-Konzerte“ lockten viele Jugendliche an
Von Fabian, geschrieben am 30.04.2003
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Konzerte für Strom ohne Atom
Funkige Grooves zum Gedenken
Die „Tschernobyl-Gedenk-Konzerte“ in der Gysko lockten viele Jugendliche an
Die «Strom ohne Atom»-Konzerte in Pfäffikon (SZ) haben am Samstagabend rund 250 Jugendliche in die Gysko gelockt. Vier Bands widmeten ihren Auftritt dem Gedenken an die Tschernobyl-Katastrophe. Die Veranstaltung wurde von Jugendlichen aus Rapperswil-Jona und Wil auf die Beine gestellt, wobei sie das Gysko-Team unterstützte.
pd.- Flaky Pastay, so der Name der jungen Band, welche die «Strom ohne Atom»-Veranstaltung vom vergangenen Samstag in der Gysko in Pfäffikon (SZ) mit fetzigen Liedern startete. Die aus dem Raum Wil stammenden jungen Musiker vermochten mit eingängigen Melodien die bereits anwesenden Konzert-Besucher von Beginn weg aufzuwärmen. Draussen betrachteten noch viele, hauptsächlich junge, die an zwei Pinwänden aufgehängten Zeichnungen von Kindern aus der von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Region oder diskutierten miteinander. Im Innern der Gysko wurde gleichzeitig der Platz zum Tanzen oder Mitwippen ob den Songs von Flaky Pastay immer kleiner. Nachdem die Musiker mit einem heftigen Applaus belohnt wurden, übernahmen kurze Zeit später Blind Man’s Door das Zepter. Die vierköpfige Band aus dem Raum Rapperswil-Jona vermochte zwar nicht so viele aufmerksame Ohren wie ihre Vorgängergruppe auf sich zu ziehen, überzeugte jedoch vor allem mit witzigen Einlagen. Obwohl der von harten Gitarrenklängen und Schreien geprägte Blind Man’s Door-Sound nicht jedermanns Ding war, ging dennoch mächtig die Post ab. Nach rund 40 Minuten Spielzeit verabschiedeten sich die vier Musiker vom Publikum und wurden ebenfalls reichlich beklatscht.
Groove Perception räumten ab
Einige Applauseinlagen mehr konnten Groove Perception ernten. Ihre funkigen Songs kamen beim Publikum so gut an, dass dieses schon nach dem ersten Lied klatschte. Die neunköpfige, ebenfalls aus dem Raum Rapperswil-Jona stammende, Band überzeugte mit einem professionellen Bühnenauftritt – musikalisch, wie auch optisch. Sängerin Franziska Beeler und Frontgitarrist sowie Sänger Luke Kunz trugen mit ihren gefühlvollen Stimmen waren ein Teil des perfekt zusammenfliessenden Musik-Puzzles. Groove Perception wurden nach ihrem letzten Song dementsprechend mit Lob in Form von laut klatschenden Händen eingedeckt. Einige Jugendliche machten sich nach dem Auftritt der erfolgreich mit Funk und Jazz experimentierenden Band auf den Heimweg. Andere warteten noch auf den letzten Gig des Abends, Starch Addition. Die aus der Ostschweiz stammende Band vermochte mit ihren drei Bläsern hervorragend am Sound von Groove Perception anzuknüpfen. Das wurde vom Publikum geschätzt, denn manch einer konnte nach einer kurzen Pause weitertanzen. Starch Addition haben mit funkigen Sounds, angereichert mit Hip Hop-, R’n’B- und Latin-Elementen, schon manche Bühne gerockt und einen dementsprechenden Auftritt geboten, welcher ebenfalls immer wieder heftig und am Ende lautstark beklatscht wurde.
Rund 250 hauptsächlich junge Personen haben die Tschernobyl-Gedenk-Konzerte in der Gysko gesehen. Die meisten von ihnen werden am 18. Mai ein „Ja“ in die Urne werfen.
100 Prozent Ökostrom
Die Jugendlichen aus dem Raum Rapperswil-Jona und Wil, welche den Anlass zusammen mit dem Gysko-Team gut über die Bühne brachten, werteten die Veranstalung als sehr gelungen. Gelungen war ihnen auch die Dekoration in der Gysko, da der Videofilm, welcher auf einer Leinwand das Leiden der Bevölkerung in der Ukraine sowie die Alternativen zum Atom-Strom aufzeigte, sowie die restlichen Aktionen auf Interesse stiessen. Und obwohl es anfänglich Schwierigkeiten mit dem Bezug von Ökostrom gab, konnte der Konzertabend letztendlich dennoch mit 100 Prozent Öko-Strom durchgeführt werden.
(Text: Dominic Duss)
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
