Zürcher Künstler setzen sich für einen klimafreundlichen Nationalrat ein

Von Fabian, Emanuel, geschrieben am 02.10.2007

Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007

Klimafestival vom 11.-13. Oktober 2007 im Papiersaal Zürich

Das Klimafestival vom 11.-13. Oktober im Papiersaal Zürich ist der grösste Anlass im Rahmen der kulturellen Veranstaltungsreihe in der Deutschschweiz. Zürcher KünstlerInnen rufen mittels kulturellen Darbietungen dazu auf, am 21. Oktober klimafreundliche PolitikerInnen quer durch alle Parteien in den National- und Ständerat zu wählen. Der Hauptact, der Musiker Gustav – der auf Platz 14 der Schweizer Album-Hitparade fungiert – spielt am Freitag 12. Oktober im Papiersaal.

Der Anlass im Papiersaal in Zürich ist mit seiner Ausdehnung auf 800 m2 und der Dauer von drei Tagen der grösste Event im Rahmen des Klimafestivals – einer kulturellen Veranstaltungsreihe im Hinblick auf die Wahlen in der ganzen Deutschschweiz. Die lokalen Kunstschaffenden machen die WählerInnen auf das Thema der Klimaveränderung aufmerksam und empfehlen ihnen NationalratskandidatInnen, die sich gemäss des Klimaratings des WWF, für griffigere Schutzmassnahmen einsetzen.

Das Festival wird mit der Kunstvernissage am Donnerstag 11.10. eröffnet: auf 400 m2 werden während drei Tagen Fotografien, Bilder, Installationen und Aktionskunst zur Klimaveränderung präsentiert. Anschliessend improvisieren am Donnerstag die Mitglieder des E.I.T. (Eidgenössisches Improvisationstheater) Szenen zum Klimawandel. Am Freitag wird Al Gores Inconvenient Truth gezeigt bevor es mit der Diebesbande und Gustav musikalisch weitergeht. Der Samstag ist der Tag des Wortgefechtes: für den Poetry-Slam am Samstag schreiben die PoetInnen eigens Gedichte, Geschichten und Reden zum Klimawandel und tragen diese leidenschaftlich vor – der Oberländer Songwriter Dabu wird an diesen Wettstreit mit seinen dialektalen Reimen anschliessend musikalisch anknüpfen. In der Kurzfilm-Lounge werden überdies durchgehend Clips von Agent Provocateur gezeigt.

Halbtax für 15 Jahre verlängert

Warum und wie engagieren sich die KünstlerInnen für das Klima? Der Musiker Gustav hat ein schlechtes Gewissen: „Ich bin ein Sünder“, sagt er von sich, „Ich fahre Auto. Und Vespa. Jede Woche tingle ich zwei Mal mit einem Bandbus durch die halbe Schweiz - und wieder zurück.“ Er schämt sich dafür, bisher noch nicht viel zum Klimaschutz beigetragen zu haben und will dies mit seinem Auftritt am Klimafestival ändern, ausserdem hat der langfristige Massnahmen getroffen: „Mein Fahrrad wird gerade repariert, mein Halbtax habe ich für 15 Jahre verlängert.“

Ganze Freizeit investiert

Die Klimafestivals werden vom Verein politakt organisiert – ein parteineutraler Verein, der Politik und Kultur miteinander verknüpft. In Zürich haben die beiden Mitbewohnerinnen Claudia Gambacciani und Anna Hofmann in den letzten Monaten ihre Freizeit in dieses nichtgewinnorientierte Projekt investiert. Sie wollen mit ihrem Anlass die jugendliche Wahlbeteiligung erhöhen: „Die Jungen interessieren sich meist nicht für Parteien, sondern für Sachthemen und Jugendkultur. Wir erhoffen uns, sie mit dieser unkonventionellen Wahlempfehlung an die Urne zu bewegen.“ Für Frédéric Bron vom Papiersaal steht das grosse kulturelle und lokale Spektrum im Vordergrund, welches dieses Festival zu Tage fördert. Der Papiersaal feiert mit diesem Anlass den Saisonstart nach den erfolgreichen Ausstellungen von Stanley Kubrick und der Worldpress Photo.

Kontakt
Klimafestival Zürich/Politakt: Claudia Gambacciani, N: 078 690 28 92, claudia.g@gmx.ch

Papiersaal Zürich: Frédéric Bron, N: 079 238 87 57, bron@praegebuero.ch

Tickets – www.ticketcorner.ch (Medienschaffende, welche gerne Gratis-Tickets verlosen möchten, melden sich bitte direkt bei C. Gambacciani)


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