Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Auch in der Grabenhalle gibt es ein Klimafestival-Konzert
Von Matthias, Emanuel, geschrieben am 30.08.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
MEDIENMITTEILUNG
St. Gallen
Das Klimafestival – eine kulturelle Veranstaltungsreihe in der ganzen Deutschschweiz, bei der vor allem jungen Wählern NationalratskandidatInnen empfohlen werden – kommt nach St. Gallen: Am 15. September spielen die drei lokalen Bands Starch, Trilogy und BBFrances in der Grabenhalle für einen klimafreundlichen Nationalrat.
„Langsam sind wir alt genug, um nicht mehr uneingeschränkt daran zu glauben, dass uns irgendwann einmal das Mothership hier rausholen wird", erklärt Andreas Tschopp, Posaunist von Starch ihr Engagement für das Klima, „umso mehr werden wir uns als Landkinder bewusst, dass eine intakte Natur und Umwelt die unabdingbare Grundlage ist, dank der wir noch lange unbeschwert weiter Spass haben können. Deshalb unterstützen wir das Klimafestival und seine Botschaft: Geht wählen! Und zwar richtig!"
Engagement nicht selbstverständlich
Für Matthias Löpfe, Mitglied von politakt (dem Verein, der das Klimafestival lanciert hat), ist das nicht selbstverständlich. Es gäbe heute viele Bands, die sich politisch nicht positionieren wollen. Auch wenn die Musiker selber die Idee des Klimafestivals eigentlich gut finden würden, wollen sie mit ihrer Band trotzdem nicht klar Stellung beziehen. „Für manche sollte die Musik oder die Kunst allgemein sowieso frei bleiben von Politik, andere haben vielleicht Angst dadurch Fans zu verlieren", so Löpfe. Mit Starch (Funk), Trilogy (Hip-Hop) und BBFrances (Singer/Songwriter) konnte nun aber trotzdem ein Wunschprogramm zusammengestellt werden.
Anlässe in der ganzen Deutschschweiz
Neben dem Konzert in St. Gallen gibt und gab es noch mindestens zehn weitere Anlässe im Rahmen des Klimafestivals. In Chur, Liestal, Rapperswil-Jona, und Zürich haben sie schon stattgefunden, in Uster, Wetzikon, Bern, nochmals Rapperswil-Jona, Zürich und Luzern werden noch welche folgen. Die vom Verein politakt koordinierte Veranstaltungsreihe beschränkt sich dabei nicht nur auf Konzerte. Es gibt auch Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Theater und Poetry-Slam zu sehen und zu hören. Dabei werden neben den Wahlempfehlungen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag jedes Einzelnen aufgezeigt. „Immer nur von Klimaschutz reden nützt nichts", meint Löpfe, „wir müssen auch etwas tun!"
Für weitere Informationen:
Emanuel Tschopp, Medienverantwortlicher des Klimafestivals
medien@klimafestival.ch
077 439 10 82
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
