Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
„Think Global, Act Local“ in die Tat umsetzen
Von Fabian, Emanuel, geschrieben am 13.09.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
MEDIENMITTEILUNG
Rapperswil-Jona National bekannte Musiker spielen am 28.9. am Klimafestival im ZAK
Adrian Weyermann und Yakaree engagieren sich am 28. September im ZAK für einen klimafreundlichen Nationalrat. Das ist nicht selbstverständlich.
Schliesslich trägt das Klimafestival eine klare politische Message: Wählt klimafreundlich! Also Wahlwerbung für die Grünen? „Nein“, so Fabian Cortesi aus Rapperswil-Jona, der den Anlass mit dem Verein politakt organisiert, „Es ist uns egal, von welcher Partei jemand ist. Solange er oder sie sich fürs Klima einsetzt, können wir sie oder ihn empfehlen.“
Gegen die Lethargie der Menschheit
Dass es nicht um Partei- sondern um Sachpolitik geht, ist auch den Musikern wichtig. „Die Leute aufrütteln – und nicht zuletzt ein einigermassen verantwortungsvolles Parlament wählen!“, ist das Ziel von Chrigel Bosshard, Bassist und Perkussionist bei Yakaree. Bosshard, der neben Yakaree unter anderem bei den international bekannten Lunik Schlagzeug spielt, hat genug von der „allgemeinen verdammten Lethargie der Menschheit“. „Alle reden vom verrückt spielenden Klima, schauen sich mit grossen Augen die brennenden Wälder in Griechenland, die rückläufigen Gletscher, die Überschwemmungen in England oder die von der Hitzewelle geplagten Menschen in Indien im Fernsehen an. Es soll zwar etwas passieren - nur nicht bei mir selber. Die anderen sollen mal anfangen und ich mache dann schon mit.“, so der Rapperswiler Musiker. Dagegen möchte er mit seinem Engagement fürs Klimafestival ein Zeichen setzen.
Privilegierte Schweiz
„Das Klima geht uns alle an“, meint auch Adrian Weyermann. „Die Grossanlässe zum Thema sind gelaufen und jede Menge Künstler konnten vor allem ihre eigene Marke platzieren“, spielt er auf die Live Earth-Konzerte an. Ihm seien die kleinen, feinen Dinge ein Anliegen. Zwar hatten die Grossanlässe wahrscheinlich schon auch ihre Wirkung, aber jetzt gelte es, „’Think Global, Act Local’ in die Tat umzusetzen.“ Genau das ist auch den Organisatoren von politakt wichtig: „Bei uns in der Schweiz haben wir so viele Möglichkeiten direkt in die Politik einzugreifen und mitzubestimmen, da passt der Spruch extrem gut“, so Cortesi, „mit dem Klimafestival machen wir die Leute darauf aufmerksam.“
Für weitere Informationen:
Emanuel Tschopp, Medienverantwortlicher des Klimafestivals
medien@klimafestival.ch
077 439 10 82
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
