Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Volles Haus für einen klimafreundlichen Nationalrat
Von Matthias, Emanuel, geschrieben am 16.09.2007
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Kampagne: Klimafestival 2007
MEDIENMITTEILUNG
St. Gallen Das Konzert von BBFrances, Trilogy und Starch sorgte für ein gutes Klima
Eine Art Klimaerwärmung in kleinem Rahmen konnte letzten Samstag in der Grabenhalle live miterlebt werden. Je später der Abend, desto heisser und feuchter wurde es. Schuld daran waren die engagierten Darbietungen der drei lokalen Bands BBFrances, Trilogy und Starch.
Und dies obwohl sie eigentlich mit ihrem Mitmachen beim so genannten Klimafestival für griffigere Massnahmen gegen die Klimaveränderung einstanden. „Schreibt euch den 21. Oktober dick hinter die Ohren", so Simon Winiger, Sänger und Bassist von Starch, „und geht wählen. Aber richtig!" Wie man richtig wählt, erfuhr man von den Organisatoren vom Verein politakt. Im Eingangsbereich lag verschiedenstes Infomaterial auf zum Thema Klima, unter anderem auch eine Liste von denjenigen Kandidatinnen und Kandidaten, die sie durch das Klimafestival empfehlen. „Diese Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat versprechen auf verschiedenen Internet-Ratings, dass sie sich für das Klima einsetzen werden", so Emanuel Tschopp von politakt, „darum unterstützen wir sie mit unserem Klimafestival." Das Konzert in St. Gallen sei nur einer von bis jetzt über zehn Anlässen in der ganzen Deutschschweiz, die im Rahmen dieser Kampagne stattfinden würden, erklärt Tschopp vor Beginn des Konzerts. Danach: „Genial! Ein voller Erfolg!"
Melodien zum Träumen
Keine Frage - die über 300 Besucher und das verteilte Infomaterial sprechen für sich. Aber nicht nur das: Was die drei Bands an diesem Abend boten, war Klasse. Grosse Klasse. Als BBFrances mit ihrer Band den Abend eröffnete, waren zwar noch nicht sehr viele Leute da, sie schien das aber überhaupt nicht zu kümmern. Mit ihrer frischen und sympathischen Art hatte die Sängerin aus Flawil die Zuschauer von Anfang an im Griff und lieferte mit ihrem Song „Pureness" gleich eine erste kleine Kostprobe ihres Könnens. Immer wieder führte sie einen weg an einen Ort an dem man nichts zu tun hatte, ausser vielleicht weiter den verträumten Melodien zu lauschen. Nach „Keep peace inside", dem Song, mit dem sie DJ Bobo um die Teilnahme am Eurovision Song Contest konkurrenzierte, und „Illusions", ihrem Radiohit, den sie immer wieder mal hört, wenn sie im Ochsen in Flawil als Kellnerin arbeitet, war die imaginäre Reise aber bald schon wieder vorüber.
Andrino & Odium von der St. Galler HipHop-Crew Trilogy holten danach die mittlerweile zahlreicher anwesenden Besucher zurück in die Strassen der Stadt. Mit viel Witz und Ironie erklärten sie jeweils zwischen den Liedern, was sie als HipHopper nun machen würden, wenn sie im Publikum wären, oder wagten sich auch mal an einen Gangsta-Rap. Und immer wieder machten sie Stimmung für die letzte Band am Abend: Starch.
Zugabe obligatorisch
Die mittlerweile zu ziemlichen Lokalmatadoren aufgestiegenen Musiker – sechs der sieben wohnen gemeinsam in einem ehemaligen Wirtshaus in Stein AR – hatten dann auch leichtes Spiel. Von Beginn weg war das Publikum bis in die hintersten Reihen am tanzen, etwas anderes blieb einem aber auch gar nicht übrig. Obwohl die Jungs in praktisch jedem Lied alle erdenklichen Stile miteinander vermischen, die Songs fliessen, der Mix funktioniert. Auf einem funkigen Fundament bauen Sie Rock-Parts auf, steigern sich in Ska-Rhythmen hinein und beschliessen das Ganze mit einer Reise in den Osten, mit Musik „unserer schwarzen Schäflein aus dem Balkan", zu der sich die Beine von alleine bewegen – eigentlich hätten sie die Zugabe auch gleich direkt anhängen können, es war sowieso klar, dass das Publikum eine verlangen würde.
Für weitere Informationen:
Emanuel Tschopp, Medienverantwortlicher des Klimafestivals
medien@klimafestival.ch
077 439 10 82
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.
