Politik soll nicht das Hobby einer unnahbaren Minderheit von alten grauen Herren sein! Politik betrifft uns alle und beeinflusst unser Leben Tag für Tag. Wir von politakt versuchen mit unseren Projekten, Jugendliche und junge Erwachsene - hauptsächlich mit Hilfe von Konzerten und originellen Strassenaktionen - auf die uns wichtigen politischen Problemfelder aufmerksam zu machen. Dabei nehmen wir uns die Freiheit, klare Stellung zu den einzelnen politischen Vorlagen zu beziehen. Der Verein politakt versteht sich als vollkommen unabhängig von sämtlichen politischen Parteien und Organisationen.
Angefangen hat alles, als ein paar politisch interessierte Jugendliche im Umfeld der ETH und der Universität Zürich beschlossen, zwei Konzerte für die Initiative "Strom ohne Atom" in Pfäffikon und Wil auf die Beine zu stellen. Zusätzlich wurden in verschiedenen Städten wie Rapperswil, Wattwil, Zürich, Wil und St.Gallen Flyeraktionen durchgeführt. Da die Projekte auf sehr grosses Echo stiessen und die Konzerte ein voller Erfolg waren, wurde dieses Vorgehen in einer ähnlichen Form gegen die Avanti-Initiative wiederholt. Da auch diese Aktionen sehr erfolgreich verliefen und im Verlaufe der Projekte weitere Mitglieder dazugekommen sind, beschlossen wir, einen Verein namens politakt zu gründen. Mittlerweile hat politakt bereits zehn Konzerte und zahlreiche weitere Aktionen zu verschiedenen Abstimmungen und Wahlen organisiert.
Von den Medien
Wer hängt Bio-Mode an den Stewi?
Von Fabian, Lucas, geschrieben am 11.07.2009
Beitrag in der Linth Zeitung.
«Verantwortung über Grenze hinaus»
Von Fabian, geschrieben am 12.02.2009
Die Hartnäckigkeit, mit der die SN Energie am Steinkohle- projekt Brunsbüttel festhält, enttäuscht die Umweltschützer. Grüne und WWF wollen die Bevölkerung mit weiteren Kampagnen sensibilisieren.
Von Brigitte Tiefenauer
«Wir bleiben dran», sagt Fabian Cortesi von der UGS Linth. Zusammen mit dem WWF haben die Grünen eine Postkartenaktion gegen die Beteiligung der SN Energie und der regionalen Stromanbieter am Kohlekraftwerk Brunsbüttel gestartet. «Wir wollten den Stromhändlern mitteilen, dass die Kunden wissen, was bezüglich Strom und Umweltschutz abgeht. Zudem sollen die Lieferanten wissen, dass sie umweltpolitisch auf dem Holzweg sind. Unser Ziel ist es, das Projekt Brunsbüttel abzuwenden», so Cortesi. Darüber, dass die SN Energie nach wie vor nicht auf die Forderungen der Umweltschützer eingeht und das Energieproblem nur schönredet, zeigt er sich enttäuscht.
Kosten für Umwelt nicht inbegriffen
Die Argumentation der Stromhändler, dass es ohne die Steinkohle nicht gehe, bezeichnet Cortesi als «billige Ausrede». Die Palette alternativer Energie ist seiner Meinung nach gross, und deren Produktion und Einsatz eine Frage der Bestrebungen. Wichtig sei es, die Verbraucher zu informieren und zu sensibilisieren.
«Brunsbüttel darf uns nicht egal sein, weil es weit weg ist», nennt Cortesi einen Aspekt der Aufklärung. «Umweltfragen im Zusammenhang mit Strom dürfen wir auch nicht von uns weisen, weil sie uns zu abstrakt sind.» Die Verantwortung für die Umwelt reiche über die Landesgrenzen hinaus. Die Grünen St. Gallen würden sich weiter einsetzen für die Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energie bis 2020 und - mit einer zweiten Initiative in Planung - für die Deckung des gesamten kantonalen Energiebedarfs ohne Kohle- und Atomstrom. «Damit können wir zwar nicht verhindern, dass Brunsbüttel gebaut wird, aber bewirken, dass der Kanton St. Gallen keinen Strom davon bezieht.»
Im «günstigen» Preis der Steinkohle sei derjenige für die Umweltschäden nicht inbegriffen, gibt Cortesi zudem zu bedenken - abgesehen davon, dass die fossile Energie limitiert sei und deren Preis steige, je intensiver und länger man sich davon bediene.
«Die Gesellschaft ist nun mal auf Energie angewiesen. Die richtige Wahl ist eine Frage des Gewissens.»
«Unsägliche Tat im grünen Mänteli»
«Dran bleiben» will man auch beim WWF, wie Roland Peter von der Regionalstelle St. Gallen erklärt. Peter zeigt sich positiv überrascht sowohl von der Kartenaktion als auch von einer zusätzlich lancierten Internet-Petition. Zweitere sei ein versuchsweises Nebenprodukt gewesen, betont er. Der WWF taxiert die 800 qualifizierten Unterschriften bei der nur mässig forcierten Propaganda als «absolut zufriedenstellend». Peter ist sich aber bewusst, dass es sich bei der Petition nur um eine Bittschrift handelt und die Umweltschützer machtlos sind gegenüber der SN Energie und deren Aktionären. «Unsäglich», sagt er, «wie sich die Schweizer Stromfirmen im 'grünen Mänteli' umweltfreundlicher Energieproduktion im Inland an der Dreckschleuder im Ausland beteiligen.»
«Ein Aufschrei ohne Tatbeweis»
Ernst Gossweiler, Direktor des Elektrizitätswerkes Rapperswil-Jona, distanziert sich von der «Gewissensfrage». Brunsbüttel stehe in der Verantwortung der SN Energie; er wolle dazu keine Stellung beziehen. Er betont aber, dass die wirtschaftliche Entwicklung, wie man sie sich wünsche, einen Mehrverbrauch an Energie nach sich ziehe. Handkehrum würde die Mehrheit der Bevölkerung nach erneuerbarer Energie schreien, die wenigsten seien aber bereit, sie zu bezahlen. Die Tatsache, dass die EWJR AG seit Jahren bei 5 Prozent Solar-, Wind- und Aquapower-Energie stehengeblieben sei, spreche Klartext.
Was die Kohlenenergie betreffe, sei sie im Gegensatz zu Öl und Gas geopolitisch und preislich berechenbar. Das CO2-Problem bestehe zwar, die Forschung habe eine Abscheidungsmöglichkeit aber bereits vorgenommen. Vorerst stünden die Lieferanten in der Versorgungspflicht, so Gossweiler, und diese sei zurzeit nur mit dem Bau zusätzlicher Kraftwerke realisierbar.
Naturstrom statt Dreckschleuder: Fabian Cortesi von der UGS Linth zeigt die Aktionskarten gegen das Kohlekraftwerk Brunsbüttel. Bild Noëmi Mariacher
Imagepflege mit 4-Säulen-Strategie
St. Gallen. - Die Sernf-Niederenbach Energie AG (SN Energie) reagiert auf den steigenden Stromverbrauch in der Ostschweiz mit einer 4-Säulen-Strategie. Der Verwaltungsrat der SN Energie informierte die Medien am Mittwoch in St. Gallen. SN Energie setzt an erster Stelle wie bisher auf Wasserkraft. Hinzu kommen verstärkt erneuerbare Energien, Atomkraft und neu Energie, die im Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel in Deutschland gewonnen werden soll. Wie andere Schweizer Stromlieferanten beteiligt sich SN Energie an der Firma. Eine Beteiligung am umstrittenen Kraftwerk begründet SN Energie mit dem steigenden Stromverbrauch und mit der Ungewissheit über den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz.
© Die Südostschweiz; 12.02.2009; Seite 5
Mit europäisch vereinten Kräften
Von Fabian, geschrieben am 11.02.2009
Hängt mit folgenden Projekten zusammen: Party: Discotakt Vol. 1 für das Verbandsbeschwerderecht
Über dieses Zeichen der Öffnung habe ich mich sehr gefreut. Ich verstehe das klare Ja zur Personenfreizügigkeit vom Sonntag als ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit. Die Schweiz hat mit diesem Ergebnis die Diskriminierung ärmerer EU-Mitgliederstaaten klar abgelehnt. Das ist richtig, denn der freie Personenverkehr soll für alle Menschen gleichermassen gelten.
Gleichzeitig ist das klare Ja auch ein Votum für eine Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit. Gerade in den schwierigen Zeiten, wie sie auf uns zukommen, ist es wichtig, Herausforderungen gemeinsam und mit europäisch vereinten Kräften anzugehen. Die Wirtschaftskrise und wichtige Entscheidungen in der Klima- und Energiepolitik lassen sich nicht isoliert lösen. Eine echte nachhaltige Entwicklung lässt sich nur durch die Zusammenarbeit aller Kulturen und Länder erreichen. Und auf diesem Weg sind wir nun einen Schritt weiter.
Fabian Cortesi, Vorstand Grüne SG, Rapperswil-Jona
© Die Südostschweiz; 11.02.2009; Seite 6
Südostschweiz Gaster/See Region
Voller Tatendrang sind wir momentan daran, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Hauptsächlich werden wir uns weiterhin auf Abstimmungsvorlagen zu den Themen Gesellschaftspolitik und Umweltpolitik konzentrieren. Wie bisher versuchen wir, mit bestehenden Komitees zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeiten mit unseren Anlässen zu komplettieren. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen ausbauen.


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